Wie der Einstieg in den Beruf gelingt – Gastbeitrag von Fred Eichwald
08. März 2012 | Kategorie: Beruf, Gastbeitrag, Karriere
Studenten – Einstieg in den Beruf
Das Studium ist fast beendet, der erfolgreiche Abschluss ist nur noch wenige Monate entfernt – und langsam ist es an der Zeit, den Einstieg ins spätere Berufsleben vorzubereiten. Auch wenn es schwer fällt, sich vom geliebten Studentenleben zu verabschieden, schadet es nicht, den einen oder anderen Gedanken an später zu verwenden, denn schließlich kann es etwas länger dauern, bis man nach dem Abschluss des Studiums einen festen Job findet. Natürlich hat man als Student auch den einen oder anderen Wunsch, wie sich die zukünftige berufliche Tätigkeit gestalten soll, doch je früher man anfängt, sich mit dem Wechsel ins wahre Leben zu beschäftigen, desto eher ist es möglich, das Unternehmen zu finden, das zu den persönlichen Wünschen passt. Wie also geht man vor, und was ist zu beachten, wenn man den Einstieg in die Berufswelt nach dem Studium rechtzeitig und zielgerichtet vorbereiten will?
Ideal: Ein Praktikum im Lieblings-Unternehmen
Im besten Fall gelingt schon während des Studiums der Einstieg in das favorisierte Unternehmen. Viele Studiengänge fordern Praktika in den letzten Semestern, in denen man nicht nur berufliche Erfahrungen sammelt, sondern auch die Arbeitswelt zwanglos kennenlernt und das Unternehmen der Wahl schon einmal beschnuppern kann. Gleichzeitig hat auch der zukünftige Vorgesetzte die Chance, seinen potenziellen Mitarbeiter ins Auge zu fassen. Wer also auf ein ganz bestimmtes Unternehmen abzielt, sollte im besten Fall schon während des Studiums versuchen, dort ein oder mehrere Praktika zu absolvieren, denn damit verschafft man sich die besten Referenzen – und kann gleichzeitig testen, ob der jeweilige Job hält, was er verspricht.
Die Alternative: Ferien- oder Aushilfsjobs
Wenn die Firma kein Praktikum vergibt, bietet sich vielleicht ein Ferienjob oder eine Aushilfstätigkeit an, den Betrieb vorab kennenzulernen. Viele Unternehmen suchen während der Ferienzeit oder bei guter Auftragslage Aushilfskräfte und wählen dazu Studenten aus. Ein solcher Ferien- oder Aushilfsjob verschafft ebenfalls einen guten Überblick über den potenziellen Arbeitgeber, so dass man rechtzeitig testen kann, ob der jeweilige Betrieb den eigenen Wünschen entspricht. Ein Aushilfsjob ist der unverbindliche Weg, den betrieblichen Alltag genauer zu untersuchen, ohne sich dabei in irgendeiner Form zu verpflichten. Deshalb kann er eine perfekte Alternative zum Praktikum sein.
Auch möglich: Die praxisbezogene Abschlussarbeit
Viele größere Unternehmen arbeiten mit namenhaften Universitäten und Fachhochschulen der jeweiligen Branche zusammen. Daraus kann sich eine dauerhafte und erfolgversprechende Kooperation ergeben. Häufig vergeben die Firmen deshalb unternehmensspezifische Abschlussarbeiten, in denen eine bestimmte Fragestellung im Rahmen einer Diplom-, Bachelor- oder Masterarbeit beleuchtet wird. Auch damit gewinnt man rechtzeitig einen Einblick in die Abläufe im gewünschten Unternehmen und macht sich gleichzeitig einen guten Namen. Persönliche Eigenschaften wie Engagement, Durchsetzungsfähigkeit und Ehrgeiz lassen sich damit schon sehr früh unter Beweis stellen. Wenn die Abschlussarbeit dann noch brauchbare Ergebnisse für das Unternehmen liefert und die jeweilige Fragestellung umfassend beleuchtet, hat man sich eine hervorragende Referenz für den zukünftigen Einstieg verschafft. Eine vom Unternehmen vergebene und mit dem Professor abgestimmte Abschlussarbeit ist deshalb ein perfekter Weg, den späteren Einstieg in das Unternehmen vorzubereiten.
Für Großunternehmen: Trainee-Programme
Praktika oder Abschlussarbeiten im Unternehmen kann man in vielen Großkonzernen hervorragend mit der Teilnahme an einem Trainee-Programm verbinden. Gerade Studenten werden für diese Einsteigerprogramme häufig gesucht, doch die Anforderungen sind in der Regel sehr hoch. So wird neben dem abgeschlossenen Studium eine weitere Qualifikation gefordert, die in einem Auslandsaufenthalt oder einem Auslandssemester bestehen kann. Da es sich bei den Trainee-Programmen um eine Top-Position für spätere Führungskräfte der Konzerne handelt, müssen die Anforderungen entsprechend hoch gestellt sein. Gleichzeitig bieten sie die Chance auf eine spätere Karriere, so dass man sich letztlich glücklich schätzen darf, wenn der Einstieg über ein solches Trainee-Programm gelingt.
Die Bewerbung: Der Schlüssel zum Erfolg
Ausschlaggebend für jeden erfolgreichen Einstieg ist die Bewerbung. Sie ist ebenso für ein Praktikum wie für eine Abschlussarbeit nötig, und natürlich erfordert auch die Teilnahme an einem Trainee-Programm eine aussagekräftige Bewerbung. Zwar ist sie immer auf die jeweilige Position zuzuschneiden, doch letztlich muss jede schriftliche Bewerbung den zukünftigen Arbeitgeber von den eigenen Qualifikationen überzeugen. Nach der Bewerbung gilt es gerade bei den Trainee-Programmen auch das gesamte Auswahlverfahren zu bestehen. Hier steht meist ein Assessment Center an, in dem die Kandidaten auf Herz und Nieren geprüft werden. Wer das Verfahren erfolgreich überstanden hat, darf sich freuen und berechtigte Hoffnungen machen, dass die Basis für den Aufstieg im Unternehmen gelegt ist.
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